Zürichsee-Galerie - Biografie von Ira Tsantekidou

Künstler > Wlad Safronow > Biografie

13. Mai 1965
1984-1990
1990-1994

seit 1995


seit 1997

in Charkow / Ukraine geboren
Kunst- und Designakademie in Charkow
Hochschullehrer, Fakultät Malerei und Grafik in Charkow; Experte, Nella Galerie, leitet die Malergruppe “ART-BAT“.
Unterrichtet Malerei und Zeichnung in Deutschland, zur Zeit: Dozent, Kunstwerkstatt ART Z, Augsburg, Uni und Künstlergilde, Ulm.
freischaffender Künstler
Mitglied im BKK München

Wlad Safronow

Wlad Safronow

Kein flüchtiger Kunstkennerblick vermag es, Safronows Bilder als bloße, variationsreich umgesetzte Dekorationsobjekte zu enttarnen, die sich allein über stilistische Eigenheiten und Feinheiten definieren.
Der wahre Kunstliebhaber wird erkennen, dass sich in den Werken des Malers weitaus mehr verbirgt, als man mit bloßem Auge erfassen kann – es ist ein Impuls, ein intuitives Begreifen, das den Betrachter der Werke durchströmt, sobald er sich auf den ihm gebotenen Entdeckungspfad begibt.
Jedes Bild ist wie ein Sog, der den Betrachter in die ganz eigene, mannigfaltige Welt des Künstlers entführt, ihn dazu auffordert, hinter die Formen, die dekorativen Zierden zu blicken und sich auf eine Reise des immer wieder Neu-Entdeckens einzulassen.
Instinktiv sucht man nach stummen Botschaften, irgendwelchen tief verborgenen Wahrheiten, die uns der Künstler im Geheimen vielleicht durch die im Bild versteckten Symbol – und Buchstabendrucke hatte mitteilen wollen, beginnt aber sehr schnell zu verstehen, dass besagte Technik gepaart mit der weichen, lyrischen, manchmal kühnen Verwendung von Farben, so wie der archaisch modernen Figuren oder Objekte weitaus mehr ist, als das bloße Wiedergeben der intimsten Emotionen des Künstlers.
Gefühle – Gedanken – Eindrücke – Erkenntnisse des Malers werden reflektiert, fügen sich zu einem strukturierten, individuellen Muster zusammen und ergeben eine beinahe schon mystische Einheit.
Jedes Bild ein spannendes Rätsel für die eigene Innenwelt, ein Konstrukt metaphysischen Charakters, in dem der Maler seine Freiheit zelebriert, uns mit dieser »infiziert«.
Die plastische Strukturiertheit von Kleider – und Gegenstandsflächen dient dem Kreieren einer optischen Dreidimensionalität und erschließt sich dem Betrachter als neue Erlebniswirklichkeit, eine Bild-Realität, die in die Realität des Betrachters übergeht.
Die »Mystik des Alltäglichen« ist die Einladung, die Aufforderung zum Erkennen, zum hinter die Fassade blicken und schließlich zum bloßen Genießen authentischer Kunst.

Weiter zur Bildergalerie